Katrin Lechler

Berichte und Reportagen

26. September 2014
von Katrin Lechler
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Neue Naju-Kinderzeitung erschienen

Juchuu, endlich ist die neue Kinderzeitung der Naturschutzjugend (Naju) gedruckt! Sie beschäftigt sich mit Müll und Recycling und hat Antworten auf die Fragen: Wie fit muss ein Müllwerker sein? Wie kommt ein Erdöltröpfchen in den Bauch eines Inuk-Mädchens? Was für ein Mülltyp bist du? Ich habe am Konzept mitgearbeitet und zwei Texte beigesteuert – u.a. das Interview mit dem Müllwerker Michel Teutsch links im Bild. Hier geht es zum Heft.

12. September 2014
von Katrin Lechler
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Äpfel essen – ein patriotischer Akt?

Meine ständig Äpfel essende polnische Freundin in Poznan brachte mich auf dieses Thema: Viele Polen versuchen die heimischen Obstbauern zu unterstützen, die besonders hart vom russischen Embargo getroffen sind. Manche zweifeln aber auch am Sinn der Aktion. Ich habe in Konin (100 Kilometer von Poznan entfernt) mit Obstbauern, Händlern und Passanten gesprochen – die etwa viertgrößte Apfelplantage landesweit. Hier meine Reportage bei Deutschlandradio Kultur vom 12. September 2014.

Polnische Apfelbauern_Katrin Lechler

 

28. August 2014
von Katrin Lechler
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Besser abschotten, schneller abschieben

Per Gesetz will die Bundesregierung Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina zu „sicheren Herkunftsstaaten“ erklären. Im September wird darüber im Bundesrat entschieden. Es würde die Bearbeitungs- sprich Ablehnungszeit vieler Asylanträge beschleunigen. Meist sind es Roma, die versuchen, ihren unerträglichen Lebensbedingungen zu entfliehen. Eine Migrationsbewegung, die auch der serbischen Regierung missfällt. Hier meine Reportage vom 28. August im Deutschlandradio Kultur sowie mein Feature bei ostpol. Mehr Informationen vom Mediendienst Integration

Romasiedlung Veliki Rit in Novi Sad_Juli 2014_Katrin Lechler

 

18. August 2014
von Katrin Lechler
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Es ging nicht um Religion

„Flüchtlingsheim in Berlin – rund 100 muslimische Tschetschenen verprügeln 30 christliche Syrer“ – so stand es am 8. August 2014 im Berliner Tagesspiegel. Eine Geschichte, die das Nachrichtenmagazin Fokus gern übernommen hat – mit Verweis auf den Tagesspiegel und ohne die Fakten selbst zu prüfen. Sofort meldete sich der Integrationsbeauftragte der bayerischen Landesregierung zu Wort und forderte eine nach Religionen getrennte Unterbringung von Flüchtlingen.

Tatsächlich handelte es sich gar nicht um christliche Syrer, sondern die Beteiligten in diesem Streit waren mehrheitlich Muslime. Laut Polizeimeldung waren auch insgesamt „nur“ 100 Personen beteiligt, nicht 100 Tschetschenen und 30 Syrer. So kann man Stimmung gegen Muslime machen. Auch ich fand es schwierig, dem aufgebrachten Vertreter der syrischen Seite etwas gegenüberzustellen – hatte die Heimleitung mich doch gebeten, nicht mit den beteiligten Syrern und Tschetschenen direkt zu sprechen. Hier mein Beitrag im Inforadio vom rbb zum Nachhören:

Außerdem ein gut recherchierter Beitrag von Philipp Volkmann-Schluck in der Berliner Morgenpost vom 28. September 2014: Wie ein Handyfoto zum Auslöser einer Massenschlägerei wird.

13. August 2014
von Katrin Lechler
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Geschiedene Pfarrfrauen – ein Fall für den Staat

Kurzer Beitrag, aufwändige Recherche: Von der Idee bis zur Umsetzung dieses Themas ist tatsächlich ein halbes Jahr vergangen – so schwierig war es, geschiedene Pfarrfrauen in Berlin und Brandenburg zu finden, die bereit waren, ihre Geschichte zu erzählen. Nicht alle Frauen, mit denen ich gesprochen habe, sind hier zu hören. Viele hegen noch immer einen großen Groll – gegen ihren Ex-Ehemann oder gegen die Kirche. Gesendet wurde der Beitrag am 18. Juli im Kulturradio vom rbb.

Zum Nachhören_Geschiedene Pfarrfrauen

Pfarrhaus_Katrin Lechler

 

10. August 2014
von Katrin Lechler
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„Wir brauchen Atomkraft“ – junge Japaner in Berlin

Reicht eine Woche im Ausland, um Jugendliche zum kritischen Denken anzuregen? Die Mitglieder des deutsch-japanischen Vereins Kizuna sind davon überzeugt. Zum zweiten Mal haben sie junge Japaner nach Berlin eingeladen, um sich mit deutscher Geschichte und auch mit Atomkraft zu beschäftigen. Die Schüler*innen kommen aus der Iwate-Präfektur, eine der von der Natur-und Nuklearkatastrophe vom März 2011 am stärksten betroffenen Regionen. Mich hat es erstaunt, dass die jungen Japaner Atomenergie trotzdem für unverzichtbar halten. Hier mein Beitrag im Kulturradio vom rbb vom 8. August 2014 zum Nachhören: Japanische Schüler in Berlin

Japaner in Berlin_Hiroomi Fukuzawa

 

3. Juli 2014
von Katrin Lechler
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„Wir wollen Quelle der Stabilität auf dem Balkan sein“

Treppe in Belgrad_Katrin Lechler

Diskussion in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin mit Frank-Walter Steinmeier und Aleksandar Vučić. Serbiens Premier gibt sich zahm, um endlich das Tor zu Europa aufzustoßen.

Berlin. Aleksandar Vučić ´Kopf ragt heraus aus der Gruppe der Politiker, die an diesem Morgen in den Räumen der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DAGP) zum Podium geht. Doch mit seiner Rede will er sich einordnen in die Reihe Politiker, auf die sich Europa verlassen kann. „Wir werden die deutschen Partner zufriedenstellen“, sagt Vučić und zählt die anstehenden Reformen auf: ein neues, flexibleres Arbeitsgesetz, ein Privatisierungsgesetz, Ausbau der Infrastruktur und bessere Investitionsbedingungen. Er betont, dass die serbische Politik künftig mit einer Stimme spreche – ob in Berlin, Brüssel oder Moskau.

Vucić, der unter Slobodan Milosevic noch die Medien kontrollierte, will sein früheres Image abstreifen und sein Land so schnell wie möglich in die EU führen. Unterstützung bekommt er von Frank-Walter Steinmeier. Weiterlesen →