Katrin Lechler

Berichte und Reportagen

24. August 2015
von Katrin Lechler
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Lonely-Planet-Feeling in Serbien

Das war herrlich … Zelten auf dem ersten ökologischen Campingplatz in Serbien bei Sremski Karlovci. Auch die Mit-Camper schwärmten von der Authentizität des Ortes, ja des ganzen Landes. „Wir wollen Serbien besuchen, bevor es in die EU kommt und genauso herausgeputzte, einheitliche Innenstädte hat“, sagten mir zwei Neuseeländer. Zur gleichen Zeit drängten schon die Flüchtlinge in den Bussen, Zügen und zu Fuß Richtung ungarische Grenze, Richtung EU. Meist sahen wir junge Männer, die in Gruppen unterwegs waren, auf ihre Handys starrten. Für sie war Serbien nicht authentisch, sondern ein armes Transitland, das sie so schnell wie möglich verlassen wollten. Mein Selbstversuch zum Nachhören bei Deutschlandradio Kultur vom 24. August 2015

Zelte Campingplatz Fruska Gora (3)

 

3. Juni 2015
von Katrin Lechler
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Holocaust in Serbien – ein Nischenthema

Das Verbrechen an den Juden droht in Serbien in Vergessenheit zu geraten, sagt der Comiczeichner Aleksandar Zograf. Er hat die Geschichte der Jüdin Hilda Dajč aus Belgrad gezeichnet – auch um Jugendliche damit zu erreichen. Die 19-Jährige Hilda Dajč hatte vier Briefe aus dem KZ Sajmište in Belgrad an ihre Freundinnen geschmuggelt. Positive Signale gibt es dagegen auf internationaler Ebene: Serbien und fünf andere Nachfolgestaaten Jugoslawiens haben sich auf eine gemeinsame Ausstellung in der Gedenkstätte Ausschwitz-Birkenau geeinigt. Darüber schreibe ich in der Jüdische Allgemeine Welt vom 4. Juni 2015. Das Foto zeigt das ehemalige Messegelände von Belgrad, das später von den Nazis als KZ genutzt wurde. Danke für das Foto von Dr. Jovan Byford von der Open University.

Italian pavilion and tower

 

29. Mai 2015
von Katrin Lechler
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Der Islam gehört zu Deutschland

… hat der frühere Bundespräsident Christian Wulff gesagt. Dennoch sind die meisten islamischen Gemeinden in einem wichtigen Punkt nicht gleichberechtigt: Sie haben nicht den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, so wie christliche und jüdische Religionsgemeinschaften. Mit diesem Status gehen zum Beispiel steuerliche Vorteile einher, aber auch die Möglichkeit, Friedhöfe selbst zu betreiben, Religionsunterricht oder Militärseelsorge zu organisieren. Für die ARD (SWRinfo und Kulturradio vom rbb) habe ich über ein neues Gutachten über die rechtliche Anerkennung des Islam berichtet. Studie als PDF

Gutachten Islam_Katrin Lechler

22. Mai 2015
von Katrin Lechler
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Mazedonier und Albaner vereint

… im Widerstand gegen das autoritäre Regime von Premier Nikola Gruevski. So sieht der mazedonische Journalist Tomislav Kezarovski die Situation in seinem Land. Im Oktober 2014 habe ich über ihn berichtet, zu dieser Zeit saß er noch im Hausarrest. Er war unter 2013 aus fadenscheinigen Gründen zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Im Februar wurde er entlassen, doch wirklich frei fühlt er sich nicht. Hier mein Beitrag im Kulturradio vom rbb vom 22. Mai 2015.

Tomislav Kezarovski_Foto Katrin Lechler

20. Mai 2015
von Katrin Lechler
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Green Stories – Schreibwettbewerb für NachwuchsautorInnen

Ich bin überzeugt, dass Mentoring hilft. Und zwar Mentee und Mentorin. Das hat mir die Zusammenarbeit mit meiner Mentee Carolin Hof, 17 Jahre wieder gezeigt. Carolin hatte beim Schreibwettbewerb des Online-Magazins LizzyNet ein Mentoring gewonnen, und so haben wir drei Monate über Textformen, Füllwörter, Teaser und auch das Autorisieren von Zitaten diskutiert. Anlässlich eines massiven Bienensterbens in Leverkusen hat sie sich mit dem Kampf um die Zulassung von Pestiziden zwischen EU und Chemiekonzernen beschäftigt.

Es war für uns beide nicht immer leicht einen Termin zu finden zwischen Schule und Klausuren ihrerseits und Arbeit und Familie meinerseits. Aber voila, hier ist das Ergebnis. Bis zum 15. August können sich junge Menschen für die nächste Runde bewerben. Gefördert wird der Wettbewerb von der Deutschen Umweltstiftung.

Biene

 

10. Mai 2015
von Katrin Lechler
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Bethel-Diakoniegemeinschaft schließt Schwester aus

Das klingt vielleicht nicht nach einer Top-Nachricht. Für die Beteiligten ist es aber ein Vorgang von immenser Tragweite. Schließlich haben sich die Ordensschwestern das Versprechen gegeben, ein Leben lang füreinander da zu sein. Für Schwester Gabriele (Foto) ist eine Welt zusammengebrochen. Doch auch die baptistische Bethel-Diakoniegemeinschaft in Berlin-Lichterfelde macht es sich nicht leicht, ringt um eine Lösung. Zum Interviewtermin wollten zunächst 38 Ordensschwestern sowie die Geschäftsführung des Diakoniewerks kommen! Für mich war die Arbeit an diesem Beitrag ein Eintauchen in eine sehr andere Welt, die es bald nicht mehr geben wird. Die meisten Ordensschwestern sind zwischen 80 und 90 Jahre alt, neue Schwestern bleiben aus. Nachhören meines rbb-Beitrags vom 8. Mai 2015: Bethelschwester ausgeschlossen Auch die Sendung klartext vom rbb hat über diesen Fall berichtet.

Gabriele Piel_Diakonie Bethel_Mai 2015_Katrin Lechler

17. April 2015
von Katrin Lechler
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Immer mehr Einwanderer in Polen

Polen galt bisher als klassisches Auswanderungsland. Und noch immer wandern viele junge, gut ausgebildete Menschen ab – vor allem nach Deutschland und Großbritannien. Zugleich wird das EU-Land für Einwanderer attraktiver: Es hat moderne Bildungseinrichtungen, sanierte Innenstädte und neue Autobahnen. Ich habe für mein Feature im Deutschlandradio Kultur u.a. mit dem ersten afrikanischstämmigen Abgeordneten im polnischen Sejm gesprochen, mit einer vietnamesischen Menschenrechtsaktivistin und einer ukrainischen NGO-Mitarbeiterin. Am spannendsten aber war der Besuch in Wolka Kosowska, einem Vorort von Warschau, in dem Vietnamesen ein riesiges Handelszentrum gebaut haben. Das wichtigste Transportmittel dort ist der Tretroller! Sendetermin Montag, 20. April, 18.30 Uhr, hier Nachhören

Auch mit der Bloggerin und Journalistin Katrin Rönicke habe ich in ihrem Podcast Erscheinungsraum über Polen und seine neuen Einwanderer gesprochen.

Passage_Vietnam Handelszentrum_Warschau_Katrin Lechler_1 (3)

 

Dialog mit dem Alter_Katrin Lechler (3)

31. März 2015
von Katrin Lechler
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Mindestalter 70 – Senioren führen durch Ausstellung über das Altern

Die Beschäftigung mit dem Alter ist angstbesetzt: Sie ist eng verbunden mit der Vorstellung von Pflegebedürftigkeit und Abhängigkeit. Wie es tatsächlich ist alt zu sein, das versucht die neue Erlebnisausstellung „Dialog mit der Zeit“ im Berliner Museum für Kommunikation zu ergründen. Ausschließlich Seniorinnen und Senioren über 70 führen die Besucher. Ich habe die Guides bei ihren Trainings und einer Übungsführung vorab begleitet. Die emotionalen Lebensgeschichten und die Vitalität der SeniorInnen haben mich noch nach dem Termin weiter beschäftigt. Sehr empfehlenswerte Ausstellung, zu sehen ab dem 1. April! Gesendet vom rbb – zum Nachhören und Nachlesen.

Seniorinnenguides_Dialog mit der Zeit

26. März 2015
von Katrin Lechler
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„Da ist mir ein Snickers in die Tasche gehüpft“

Fasten mit Hilfe der Social Media? Das kann funktionieren, so mein Fazit, nachdem ich mehrere Wochen eine Fastengruppe bei Facebook  beobachtet habe. Über 200 Menschen motivieren sich gegenseitig zum Durchhalten. Medizinisch-fachliche Hilfe bei Schwächeanfällen oder echten Essproblemen kann das natürlich nicht ersetzen. Hier geht es zum Beitrag vom 26. März bei Deutschlandradio Kultur.

Fasten_Teetasse_Katrin Lechler_2015

26. März 2015
von Katrin Lechler
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Junge Deutsche offener gegenüber Islam

Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Studie, die auf der Jungen Islamkonferenz am 13. März 2015 in Berlin vorgestellt wurden – genau an dem Tag, an dem das Bundesverfassungsgericht ein pauschales Kopftuchverbot für verfassungswidrig erklärte. 71 Prozent der 16 bis 25-Jährigen befürworten das Recht muslimischer Lehrerinnen auf ein Kopftuch. Ebenso viele sind für islamischen Religionsunterricht. Außerdem sind die jungen Deutschen mehrheitlich (55 Prozent) gegen ein Beschneidungsverbot bei Jungen und lehnen auch den Bau neuer Moscheen nicht ab – insgesamt vertreten sie liberalere Positionen als Erwachsene. Wer hätte das gedacht, nachdem Pegida und ihre Positionen wochenlang die Schlagzeilen und die öffentliche Meinung beherrschte! Hier geht es zur Sendung Babylon vom rbb, ab Minute 8.21 kommt mein Beitrag. Moschee_Sarajevo_Katrin Lechler_Juni 2014Zum Nachlesen: Skript Junge Islamkonferenz

aleksandar_zograf

1. März 2015
von Katrin Lechler
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Zeichungen von der Hölle

Ein Holocaust-Opfer als Heldin eines Comics? Der serbische Comic-Künstler Aleksandar Zograf hat genau das gewagt und die Geschichte der Jüdin Hilda Dajč im KZ Sajmište in Belgrad gezeichnet. Erst vor wenigen Jahren sind vier Briefe der jungen Frau aufgetaucht – sie gehören zu den wenigen Dokumente über das Leben von etwa 40.000 Menschen im sogenannten Judenlager Semlin, eines der ersten Konzentrationslager in Europa. Mein Beitrag für „Aus dem Jüdischen Leben“ vom Deutschlandradio Kultur vom 27. Februar 2015.

The Letters of Hilda Dajc RGB 10_kleiner

 

20. Februar 2015
von Katrin Lechler
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Pflegeroboter statt Menschen?

Ein Roboter, der darüber wacht, dass alte Menschen regelmäßig trinken. Oder zu einem gestürzten Menschen eilt, damit dieser sich bei der Notfallstelle melden kann (auf dem Foto demonstriert das eine Wissenschaftlerin der Fraunhofer-Gesellschaft) – das hört sich erstmal gruselig an. Dabei sind viele der sogenannten assistive Systeme längst im Einsatz. Viele ältere Menschen und ihre Angehörigen begrüßen diese Hilfsmittel durchaus – unter bestimmten Voraussetzungen. Beitrag im Kulturradio vom rbb nachhören:

Außerdem ein Beitrag von Dr. Arne Manzeschke zu den ethischen Herausforderungen des technologischen Wandels.

care-o-bot_Katrin Lechler

 

19. Januar 2015
von Katrin Lechler
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Neue Mentoring-Runde für Journalistinnen

Heute ist Startschuss für das Mentoring-Programm 2015/16 des Journalistinnenbundes! Ein Jahr lang wird je eine Mentee von einer erfahreneren und kompetenten Mentorin begleitet. Frauen stärker sicht- und hörbar zu machen, sie zu vernetzen und ihre Chancen auf Führungspositionen zu erhöhen – das ist das Ziel des Programms. Auch rbb-Intendantin Dagmar Reim hatte als junge Journalistin eine Art Mentorin. Sie ist eine der Schirmfrauen, die das jb-Mentoring-Programm unterstützt. Bewerbungsschluss ist der 15. Februar. Hier geht es zur Pressemitteilung. Starkes Doppel – Mentoring im Journalistinnenbund – Videoclip

Mentoring im Journalistinnenbund (3)

22. Dezember 2014
von Katrin Lechler
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Aufbruch aus dem Nichts – Kunst in Serbien

Die 90er Jahre waren für viele junge Serben eine Zeit von Unsicherheit, politischer und ästhetischer Leere. Das bestehende Wertesystem war zusammengebrochen, Kriminelle hatten sich an die Stelle des autoritären Systems gesetzt. Damals entwickelte sich eine anarchistische Underground-Bewegung, die entstandene Freiräume nutzte. Sie wurde zum Humus für die lebendige Kunstszene der Gegenwart.

Für mein Feature im Deutschlandradio Kultur habe ich mich mit meinem Kollegen Philipp Richter drei Tage nur mit Kunst beschäftigt. Spätestens seit der Serbinale 2013 ist klar, dass die serbische Kunstszene viel zu bieten hat. Und das auch ohne finanzielle und moralische Unterstützung des Staates. Wir haben hochreflektierte KünstlerInnen in Belgrad und Pancevo getroffen – in Cafes, alten Depots und stillgelegten Ziegelfabrik. Aufbruch aus dem Nichts – gesendet am 23. Dezember im Deutschlandradio Kultur, Weltzeit.

wandbild_Belgrad_Katrin Lechler_Juni 2014

 

18. Dezember 2014
von Katrin Lechler
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Mögen Sie Elefanten?

Ich auch! Deshalb hat mich die Geschwindigkeit, mit der Elefantenpopulationen in Afrika und Asien zurückgehen, bestürzt: Etwa 10.000 afrikanische Elefanten werden pro Jahr von Wilderern getötet. In Asien hingegen sind Elefanten durch das Schrumpfen ihres Lebensraumes bedroht – Regenwälder müssen landwirtschaftlicher Nutzung weichen. Mein Text für die Umweltredaktion Global Ideas der Deutschen Welle beschäftigt sich mit der Frage, ob Zoos als moderne Arche Noah dienen können. Ein besonderes Dankeschön geht an den Verein Elefanten Schutz Europa, der mich bei der Recherche unterstützt und auch das Foto zur Verfügung gestellt hat.

Elefanten im Zoo_Archiv EEG

 

15. Dezember 2014
von Katrin Lechler
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Keine Kehrtwende bei deutschen Rüstungsexporten

Die deutschen Rüstungsausfuhren sind im Jahr 2013 zwar zurückgegangen, doch mit Lob halten sich die Kirchen in ihrem jüngsten Rüstungsexportbericht aus gutem Grund zurück: Noch immer gibt es Wege, die bestehenden Restriktionen gegenüber Krisenländern zu umgehen – zum Beispiel über Re-Exporte oder Sammelausfuhrgenehmigungen. Seit 18 Jahren wird dieser Bericht von der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) herausgegeben. Bei einer Podiumsdiskussion am vergangenen Freitag, 12. Dezember in Berlin lud sie Vertreter von Industrie, Wirtschaftsministerium und Opposition zum Dialog. Eine spannende Diskussion – gestört hat mich nur, wie artig die Kirchenrepräsentanten dem Vertreter der Rüstungsindustrie für sein Kommen dankten. Eigentlich selbstverständlich sollte man meinen, war es aber in den vergangenen Jahren offenbar nicht. Gesendet beim Bayerischen Rundfunk

Rüstungsexportbericht GKKE_Katrin Lechler

 

25. November 2014
von Katrin Lechler
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Kleiner polnischer Bildersturm

Wir gehen oftmals achtlos an ihnen vorbei, dabei steht hinter jedem Denkmal eine bewusste Entscheidung, ein historisches Ereignis, ein Schicksal. Denkmäler und ihr Zustand erzählen viel über ein Land und seine Menschen. Als ich las, dass 23 Initiativen die Demontage des „Denkmals der Dankbarkeit für die sowjetische Armee“ in Stettin fordern, habe ich angefangen zu recherchieren. Und fand viele Denkmäler, um die es ebenfalls Streit gibt – angefacht durch die Ukraine-Krise. In Stettin traf ich Bartlomiej Ilcewicz und seinen Mitstreiter Artur Kubaj – auf dem Foto. Die PragerZeitung druckte meine Reportage.

Pomnik Wdziecznosci_ Szczecin

 

14. November 2014
von Katrin Lechler
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Der Zwarte Piet – Rassismus oder Tradition?

Der niederländische Streit um das Sinterklaas-Fest und den Zwarten Piet entzweit auch Potsdam. Die einen wünschen sich, dass das beliebte Familienfest im Holländischen Viertel in der bekannten Form stattfindet. Die anderen sind empört über die stereotype Darstellung des Zwarten Piet: Schwarze Lockenperücke, schwarz geschminkte Haut, rote Lippen und goldene Ohrringe – ein Helfer des niederländischen Nikolaus, der den Kindern Geschenke zusteckt. Kann eine solch umstrittene Tradition übernommen werden, auch wenn das oberste niederländische Verwaltungsgericht den Zwarten Piet gerade für rechtens erklärt hat? In meinem Beitrag für Kulturradio vom rbb habe ich mit beiden Seiten gesprochen. Zum Nachlesen beim rbb, zum Nachhören: Zwarte Pieten

 

Sinterklaas und Zwarte Piet_Jan-Boumann-Haus_Potsdam_November 2014_Katrin Lechler

 

22. Oktober 2014
von Katrin Lechler
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Vier Jahre Gefängnis für einen Artikel

Im Juli habe ich den mazedonischen Journalisten Tomislav Kezarovski und seine Familie in Skopje besucht. Er wurde 2013 aus fadenscheinigen Gründen zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Es waren zwei sehr bedrückende Tage, wenn auch unterbrochen von Stadtbesichtigung und Spaziergängen mit seiner Frau. Die Gespräche drehten sich fast nur um Politik und die Erlebnisse des vergangenen Jahres, in denen Tomislav vor den Augen seiner Familie verhaftet und drei Monate in Untersuchungshaft kam. Wenn seine vierzehnjährige Tochter, die immer stumm dabei saß, zwischendurch mal auflachte, erschrak ich fast. Am Freitag,  24.Oktober beginnt sein Berufungsprozess. Hier mein Beitrag beim SWR 2 sowie mein Feature bei ostpol. Das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung n-ost fordert anlässlich der Prozessaufnahme erneut die Freilassung von Tomislav Kezarovski, ebenso wie Reporter ohne Grenzen. Im Dezember 2014 habe ich mit Katrin Rönicke über den Fall Kezarovski in ihrem Podcast Erscheinungsraum gesprochen. Hier noch ein Solidaritätsvideo der Europäischen Journalistenföderation.

Bauboom in Skopje_Katrin Lechler_Juli 2014 (3)

 

10. Oktober 2014
von Katrin Lechler
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Deutsche Stiftungen unter Druck vor bosnischen Wahlen

Am Sonntag, 12. Oktober 2014 waren in Bosnien-Herzegowina Parlaments- und Präsidentschaftswahlen. Zuvor sind deutsche Stiftungen im Land massiv unter Druck gesetzt und ihre Mitarbeiter in den Medien als Verräter angeprangert worden. Die Hintergründe sind bei ostpol.de nachzulesen.

BiH_Banja Luka_Lechler_Mai 2014

 

9. Oktober 2014
von Katrin Lechler
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Interreligiöse Stadtführung durch Berlin

In der 150 Jahre alten Halle, in der früher die deutsche Jugend militärisch gedrillt wurde, meditieren heute Hindus – eine von vielen kurios-schönen Verwandlungen, die Berlin kennzeichnen und von denen ich während der interreligiösen Stadtführung der Agentur Cross Roads erfahren habe. Junge Berliner unterschiedlicher Herkunft und Glaubens /Nicht-Glaubens zeigen jeweils zu zweit einen Stadtteil. Finanziert wird es vom Kirchenkreis Berlin-Mitte. Meine Reportage im SWR 1 wurde am 28. September 2014 gesendet.

Beitrag zum Nachhören

interreligiöse Stadtführung_Katrin Lechler

 

Müllwerker BSR_Katrin Lechler

26. September 2014
von Katrin Lechler
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Neue Naju-Kinderzeitung erschienen

Juchuu, endlich ist die neue Kinderzeitung der Naturschutzjugend (Naju) gedruckt! Sie beschäftigt sich mit Müll und Recycling und hat Antworten auf die Fragen: Wie fit muss ein Müllwerker sein? Wie kommt ein Erdöltröpfchen in den Bauch eines Inuk-Mädchens? Was für ein Mülltyp bist du? Ich habe am Konzept mitgearbeitet und zwei Texte beigesteuert – u.a. das Interview mit dem Müllwerker Michel Teutsch links im Bild. Hier geht es zum Heft.

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12. September 2014
von Katrin Lechler
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Äpfel essen – ein patriotischer Akt?

Meine ständig Äpfel essende polnische Freundin in Poznan brachte mich auf dieses Thema: Viele Polen versuchen die heimischen Obstbauern zu unterstützen, die besonders hart vom russischen Embargo getroffen sind. Manche zweifeln aber auch am Sinn der Aktion. Ich habe in Konin (100 Kilometer von Poznan entfernt) mit Obstbauern, Händlern und Passanten gesprochen – die etwa viertgrößte Apfelplantage landesweit. Hier meine Reportage bei Deutschlandradio Kultur vom 12. September 2014.

Polnische Apfelbauern_Katrin Lechler

 

28. August 2014
von Katrin Lechler
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Besser abschotten, schneller abschieben

Per Gesetz will die Bundesregierung Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina zu „sicheren Herkunftsstaaten“ erklären. Im September wird darüber im Bundesrat entschieden. Es würde die Bearbeitungs- sprich Ablehnungszeit vieler Asylanträge beschleunigen. Meist sind es Roma, die versuchen, ihren unerträglichen Lebensbedingungen zu entfliehen. Eine Migrationsbewegung, die auch der serbischen Regierung missfällt. Hier meine Reportage vom 28. August im Deutschlandradio Kultur sowie mein Feature bei ostpol. Mehr Informationen vom Mediendienst Integration

Romasiedlung Veliki Rit in Novi Sad_Juli 2014_Katrin Lechler

 

18. August 2014
von Katrin Lechler
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Es ging nicht um Religion

„Flüchtlingsheim in Berlin – rund 100 muslimische Tschetschenen verprügeln 30 christliche Syrer“ – so stand es am 8. August 2014 im Berliner Tagesspiegel. Eine Geschichte, die das Nachrichtenmagazin Fokus gern übernommen hat – mit Verweis auf den Tagesspiegel und ohne die Fakten selbst zu prüfen. Sofort meldete sich der Integrationsbeauftragte der bayerischen Landesregierung zu Wort und forderte eine nach Religionen getrennte Unterbringung von Flüchtlingen.

Tatsächlich handelte es sich gar nicht um christliche Syrer, sondern die Beteiligten in diesem Streit waren mehrheitlich Muslime. Laut Polizeimeldung waren auch insgesamt „nur“ 100 Personen beteiligt, nicht 100 Tschetschenen und 30 Syrer. So kann man Stimmung gegen Muslime machen. Auch ich fand es schwierig, dem aufgebrachten Vertreter der syrischen Seite etwas gegenüberzustellen – hatte die Heimleitung mich doch gebeten, nicht mit den beteiligten Syrern und Tschetschenen direkt zu sprechen. Hier mein Beitrag im Inforadio vom rbb zum Nachhören:

Außerdem ein gut recherchierter Beitrag von Philipp Volkmann-Schluck in der Berliner Morgenpost vom 28. September 2014: Wie ein Handyfoto zum Auslöser einer Massenschlägerei wird.

Wetterhahn_Katrin Lechler

13. August 2014
von Katrin Lechler
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Geschiedene Pfarrfrauen – ein Fall für den Staat

Kurzer Beitrag, aufwändige Recherche: Von der Idee bis zur Umsetzung dieses Themas ist tatsächlich ein halbes Jahr vergangen – so schwierig war es, geschiedene Pfarrfrauen in Berlin und Brandenburg zu finden, die bereit waren, ihre Geschichte zu erzählen. Nicht alle Frauen, mit denen ich gesprochen habe, sind hier zu hören. Viele hegen noch immer einen großen Groll – gegen ihren Ex-Ehemann oder gegen die Kirche. Gesendet wurde der Beitrag am 18. Juli im Kulturradio vom rbb.

Zum Nachhören_Geschiedene Pfarrfrauen

Pfarrhaus_Katrin Lechler

 

10. August 2014
von Katrin Lechler
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„Wir brauchen Atomkraft“ – junge Japaner in Berlin

Reicht eine Woche im Ausland, um Jugendliche zum kritischen Denken anzuregen? Die Mitglieder des deutsch-japanischen Vereins Kizuna sind davon überzeugt. Zum zweiten Mal haben sie junge Japaner nach Berlin eingeladen, um sich mit deutscher Geschichte und auch mit Atomkraft zu beschäftigen. Die Schüler*innen kommen aus der Iwate-Präfektur, eine der von der Natur-und Nuklearkatastrophe vom März 2011 am stärksten betroffenen Regionen. Mich hat es erstaunt, dass die jungen Japaner Atomenergie trotzdem für unverzichtbar halten. Hier mein Beitrag im Kulturradio vom rbb vom 8. August 2014 zum Nachhören: Japanische Schüler in Berlin

Japaner in Berlin_Hiroomi Fukuzawa

 

3. Juli 2014
von Katrin Lechler
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„Wir wollen Quelle der Stabilität auf dem Balkan sein“

Treppe in Belgrad_Katrin Lechler

Diskussion in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin mit Frank-Walter Steinmeier und Aleksandar Vučić. Serbiens Premier gibt sich zahm, um endlich das Tor zu Europa aufzustoßen.

Berlin. Aleksandar Vučić ´Kopf ragt heraus aus der Gruppe der Politiker, die an diesem Morgen in den Räumen der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DAGP) zum Podium geht. Doch mit seiner Rede will er sich einordnen in die Reihe Politiker, auf die sich Europa verlassen kann. „Wir werden die deutschen Partner zufriedenstellen“, sagt Vučić und zählt die anstehenden Reformen auf: ein neues, flexibleres Arbeitsgesetz, ein Privatisierungsgesetz, Ausbau der Infrastruktur und bessere Investitionsbedingungen. Er betont, dass die serbische Politik künftig mit einer Stimme spreche – ob in Berlin, Brüssel oder Moskau.

Vucić, der unter Slobodan Milosevic noch die Medien kontrollierte, will sein früheres Image abstreifen und sein Land so schnell wie möglich in die EU führen. Unterstützung bekommt er von Frank-Walter Steinmeier. Weiterlesen →

Gradiska_Katrin Lechler 1

27. Juni 2014
von Katrin Lechler
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Ene mene Muh und raus bis du!

Seit Kroatien in die EU aufgenommen wurde, geht es dem Nachbarland Bosnien-Herzegowina wirtschaftlich noch schlechter: Es darf keine Milch-und Fleischprodukte mehr exportieren – weil es die hohen Anforderungen der EU nicht erfüllen kann. Ein Ortstermin in der nordbosnischen Stadt Gradiska, wo ich mit Schülern, Markthändlern und einem Lebensmittelveterinär gesprochen habe, Sendetermin: 30. Juni 2014, Deutschlandradio Kultur.

Grenzübergang Gradiska_HR_Mai 2014_Katrin Lechler

 

27. Juni 2014
von Katrin Lechler
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Esst und trinkt …

bis ihr in der Morgendämmerung einen weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden könnt, heißt es im Koran zum Fastenmonat Ramadan. Das Berliner Kulturfest „Nächte des Ramadan“ beginnt am 29. Juni – etwas zeitversetzt zum eigentlichen Beginn des diesjährigen Ramadan. Einen kleinen Programm-Überblick gibt mein Beitrag vom 27. Juni im Kulturradio vom rbb.

Plakat_Nächte des Ramadan

3. Juni 2014
von Katrin Lechler
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Wie ich Fußballfan wurde

Ich hätte nie gedacht, dass ich mich für Fußball interessieren könnte. Aber als ich das Freundschaftsspiel zwischen Bosnien-Herzegowina und Ägypten im Innsbrucker Tivolistadion sah, habe ich verstanden, dass es um viel mehr geht als um Fußball. Jedenfalls in Bosnien. Meine halbstündige Reportage über die bosnischen „Drachen“ ist am Sonntag, den 8. Juni um 13.05 Uhr im Deutschlandradio Kultur zu hören.

Kleine Fußballfans in Sarajevo_Mai 2014_Katrin Lechler

8. Mai 2014
von Katrin Lechler
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Krötendamen haben´s schwer

Jedes Frühjahr muss eine Krötendame eine schwierige Entscheidung treffen: Entweder sie tritt den lebensgefährlichen Weg über die Straßen an, um zu ihrem Laichplatz zu kommen oder sie bleibt ohne Nachwuchs. Auf den letzten Metern klammert sich meist noch ein Männchen an ihren Rücken – und manchmal gleich mehrere, so dass sie unter der Last ihrer Männer ertrinkt … Das alles habe ich bei einem abendlichen Spaziergang mit der Naturschutzjugend Dresden erfahren. Sobald die ersten Amphibien anfangen zu wandern, sammeln die jungen Dresdener jeden Abend Kröten, Frösche und Lurche ein und tragen sie über die Straße. Tolles Engagement!! Hier geht es zum Beitrag Mission Krötenrettung in der Fachzeitschrift Naturschutz Heute.

Cornelia Thate_Aktion Krötentunnel Dresden_März 2014

 

28. April 2014
von Katrin Lechler
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Ein nettes Streitgespräch über Religion und Fußball

Wow! Eine so aufmerksame und konzentrierte Zuhörerschaft wünscht sich wohl jede Lehrende. Zwei Stunden sprachen Trainer-Urgestein Hans Meyer, Fußballkommentator Marcel Reif und Pfarrer Gregor Hobrecht von der ev. Kirchengemeinde St. Petri- St. Marien mit Moderator Dirk Pilz über Fußball und Religion (tja, Frauen haben da offensichtlich nichts zu beizutragen). Ort der Veranstaltung: Das Stadion an der Alten Försterei vom 1. FC Union in Berlin, organisiert hat sie der Verein Bet- und Lehrhaus Petriplatz Berlin.

Fußballspieler machen sich warm

19. Januar 2014
von Katrin Lechler
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Werkstudenten haben´s gut

Das ist jedenfalls das Fazit nach den Recherchen zu meiner Sendung über Werkstudenten für Deutschlandradio Wissen vom 20. bis 24. Januar 2014. Durchschnittlich zehn Euro Lohn pro Stunde, eine häufig vom Unternehmen finanzierte Masterarbeit und gute Aussichten auf Übernahme. Schade, dass ich das Modell WerkstudentIn nicht kannte, als ich noch studiert habe. Vielleicht aber haben erst jetzt viele Betriebe die Vorteile erkannt und ihre Tore auch für GeisteswissenschaftlerInnen geöffnet. Einen Platz im Fahrstuhl nach oben für alle, die nach mir kommen!

Geschäftshaus Schützenstraße Berlin Mitte

31. Dezember 2013
von Katrin Lechler
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Freizügigkeit mal anders betrachtet

Sie sind seit sieben Jahren in der EU, doch erst jetzt haben sie die gleichen Rechte wie die anderen EU-Bürger: Ab 1. Januar können Bulgaren und Rumänen ohne bürokratische Hürden in Deutschland Arbeit suchen.  Für mein Feature im Deutschlandradio Kultur vom 8. Januar 2014 war ich auch in Fantanele, einem Dorf bei Bukarest, in dem nur strenggläubige Roma wohnen: Pfingstler. Viele Dorfbewohner sind in den vergangenen zwei Jahren nach Berlin emigriert. Was für ein Kulturschock muss das Leben in der Großstadt für die Ausgewanderten gewesen sein! In Fantanele dürfen Frauen tagsüber kaum das Haus verlassen. Eine Frau kam doch heraus und wollte ein Foto mit mir machen. Ihr 17-jähriger Sohn (r. auf dem Bild) drängte sie zurück hinter den Zaun und schloss das Tor hinter ihr zu. Sie guckte uns durch den Briefschlitz nach.

Drei Jungen aus Fantanele

 

22. Dezember 2013
von Katrin Lechler
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Die Kirche und das liebe Geld – Feature zu Heiligabend

„Wieviel Stunden Sendezeit haben Sie denn dafür bekommen?“ – fragte der Publizist und Kirchenkritiker Carsten Frerks, als ich ihn für mein Feature traf. Übrigens ein überaus eloquenter und lockerer Typ, der nicht nur unglaublich viele Zahlen in seinem Buch „Violettbuch der Kirchenfinanzen“ zusammengetragen hat, sondern auch aus dem Kopf zitieren kann. Monsignore Tobias Przytarski vom Erzbistum Berlin wirkte beim Interview dagegen eher angespannt, ja fast aufgeregt. Hier das Manuskript von der Sendung vom 24. Dezember 2014 lesen. Weihnachten

5. November 2013
von Katrin Lechler
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Traumstudium oder Plan B

Mein eigenes Studium liegt schon etwas zurück. Aber wie hätte ich wohl reagiert, wenn ich mein Wunschstudium Kulturwissenschaften nicht hätte studieren können? Für Deutschlandradio Wissen habe ich zusammen mit Redakteurin Andrea Heinze eine Sendung dazu entwickelt. Dafür habe ich deutsche Medizinstudierende in Stettin/Szczecin besucht, mich über die Möglichkeit des Einklagens informiert und Bundeswehr-Studierende interviewt. Das Gespräch mit der 21-jährigen Offizierin Anna Schumann  – auf dem Foto – hat mich am meisten beeindruckt. Hier geht es zur Sendung.

Leutnant Anna Schumann aus Stralsund

 

6. Oktober 2013
von Katrin Lechler
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Plötzlich ohne Dach überm Kopf

Während meiner Recherchereise in Rumänien wurde eine Roma-Siedlung in Eforie an der rumänischen Schwarzmeerküste geräumt. Als ich die Situation vor Ort sah, konnte ich kaum glauben, dass so etwas in Europa passiert: Bulldozer hatten die Häuser von etwa hundert rumänischen Roma plattgemacht, darunter fast sechzig Kinder. Sie mussten bei strömendem Regen und heftigem Sturm im Freien übernachten. Amnesty International hat wiederholt Räumungen wie diese kritisiert. Mein Kollege Nicu Dumitru hat eine Dokumentation bei YouTube veröffentlicht. Hier meine Reportage bei Deutschlandradio Kultur vom 23. Oktober 2013.

Romasiedlung in Eforie_Rumänien

 

6. Oktober 2013
von Katrin Lechler
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Erfolgsmasche Netzwerken

„Wenn Du schnell gehen willst, geh allein. Wenn Du weit gehen willst, geh mit anderen“, sagt ein Sprichwort. Als Zeitungsvolontärin bin ich viel allein gegangen. Seit ich vor acht Jahren den Journalistinnenbund (jb) kennen gelernt habe, gehe ich viel lieber mit mehreren. Dass ich einen Beitrag für Deutschlandradio Wissen übers richtige Netzwerken machen konnte, hat da gut gepasst.

Schal_Netzwerken_Katrin Lechler

 

23. September 2013
von Katrin Lechler
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Wie ein Berufsverbot

Dass es so schwer ist, als Muslima mit Kopftuch eine Arbeit oder einen Ausbildungsplatz zu finden, hätte ich nicht gedacht. Für mich waren türkische Frauen mit Kopfbedeckung bisher eher ein Stück Berliner Kiez-Folklore.  Dann berichteten junge, gut ausgebildete Frauen beim Pressegespräch des Mediendienstes Integration von ihren Erfahrungen bei der Jobsuche und ich war schockiert. Für meine Reportage beim Inforadio vom rbb habe ich mich auf die Suche nach Schülerinnen mit Kopftuch gemacht – zunächst vergeblich. Bis ich die junge Feyza fand. Sie sucht seit über zwei Jahren nach einem Ausbildungsplatz. Manuskript nachlesen

Schaufenster in Kreuzberg_August 2013

 

5. September 2013
von Katrin Lechler
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Neues Religionsbuch für muslimische Grundschüler

Während in einigen Bundesländern erst jetzt islamischer Religionsunterricht an Schulen eingeführt wird, gibt es dieses Fach in Berlin schon seit zwölf Jahren – wenn auch nicht als ordentliches Unterrichtsfach mit Noten. Seit kurzem gibt es auch ein begleitendes  islamisches Religionsbuch. Ikra heißt es, auf Deutsch Lies! Die Autoren sind allesamt Berliner Islamlehrerinnen und -lehrern.

Grund zum Stolz sollte man meinen, doch als ich in der Islamischen Föderation anrief, um einen Termin zu vereinbaren, waren die Reaktionen verhalten. Zu negativ sei die Berichterstattung in der Vergangenheit gewesen.  Ist die dann doch noch entstandene Nahaufnahme auf Inforadio nun zu positiv?

Ikra_Islamisches Religionsbuch

29. August 2013
von Katrin Lechler
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Drei Religionen, ein Unterrichtsfach

An einer Neuköllner Grundschule gibt es ein deutschlandweit einmaliges Fach: PRIL, „Projekt an der Regenbogengrundschule für interreligiöses Lernen“. Dabei werden Judentum, Christentum, Islam und sogar Lebenskunde zusammen unterrichtet. Ich habe SchülerInnen und LehrerInnen einen Morgen lang begleitet. Hier meine Reportage bei Inforadio.

KORAN

4. August 2013
von Katrin Lechler
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Das Oderbruch – ein Zukunftsort

Diese Stundensendung für Pique Dame von Antenne Brandenburg war aufwändig, aber dank dieser Arbeit habe ich einen neuen Blick auf den ländlichen Raum bekommen:

Ich habe eine junge Frau begleitet, die vom Ruhrgebiet ins Oderbruch gezogen ist und nun als Landschaftslehrerin arbeitet – mit dem Ziel, Schülerinnen und Schülern Perspektiven auf dem Land zu zeigen. Danke an die Akademie für Landschaftskommunikation und ihre Geduld!

Sendetermin: 4. August 2013, nachzuhören bis zum 11. August

Anne Kulozik_Landschaftslehrerin im Oderbruch

 

29. Juli 2013
von Katrin Lechler
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Belgrad aus der Sicht eines Blinden

Eine tolle Initiative in der serbischen Hauptstadt Belgrad ist der Verein „Drugi Pogled“, übersetzt Zweiter Blick: Initiiert von dem Belgrader Künstler Dejan Atanackovic, zeigen die Vereinsmitglieder die serbische Hauptstadt aus ihrer Perspektive – dem Blick von Menschen, die aufgrund von Behinderungen oder ihrer ethnischen Abstammung ausgegrenzt werden. Hier das Ergebnis eines wunderschönen Spaziergangs mit Sebastijan und Valentina im Juni, gesendet im Deutschlandradio Kultur am 29. Juli 2013.

Sebastijan und Valentina

 

Kommunia

6. Juli 2013
von Katrin Lechler
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Pomp statt Bescheidenheit – Erstkommunionen in Polen

Es war gar nicht so leicht eine polnische Familie zu finden, die mich an dem großen Tag ihres Kindes – der Erstkommunion – teilhaben lässt.  Als ich endlich eine fand, nahm sie mich wie ein Familienmitglied auf. Hier meine Reportage auf Deutschlandradio Kultur vom 7. Juni 2013

15. März 2013
von Katrin Lechler
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Ein Mega-Papst aus Fiberglas

Der Papst war der größte aller Polen – das steht für viele polnische Katholiken fest. Jetzt wird ihm das größte Papst-Denkmal der Welt gebaut – in Nowa Sól bei Zielona Góra. Sie überragt die Statue von Papst Johannes Paul II. in Chile um etwa einen Meter. Ich habe die Firma Malpol besucht, die auf Wunsch eines privaten Unternehmers den Mega-Papst baut. Hier meine Reportage auf Deutschlandradio Kultur vom 15. März 2013

Papst-Statue in Nowa Sol

Papst-Statue in Nowa Sol

8. Januar 2013
von Katrin Lechler
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Foodsharing – verschenken statt wegwerfen

Eine großartige Idee: Auf der Internetplattform Foodsharing können wir Lebensmittel, die wir selbst nicht mehr essen, an andere verschenken. Und für alle, die nicht online sein können oder wollen, gibt es in der Markthalle Neun in Kreuzberg auch die erste gekühlte Außenfiliale von foodsharing, hier gibt es einen Auszug meines Beitrags bei Inforadio vom rbb zu hören.

Rafael Fellmer koordiniert Foodsharing in Berlin
Rafael Fellmer koordiniert Foodsharing in Berlin